Crossklinik-basel-gregor-deitmer_

LOGENDRUCKMESSUNG BEIM CHRONISCHEN KOMPARTMENTSYNDROM (LOGENSYNDROM)

Die Muskeln am Bewegungsapparat sind in Hüllen (Faszien) eingebettet und dadurch in sogenannte Kompartimente unterteilt. Bei körperlicher Aktivität werden die Muskeln vermehrt durchblutet und schwellen an. Die Muskelhüllen können sich allerding kaum ausdehnen. Wenn der Druck in einem Kompartiment innerhalb der Faszie einen bestimmten Wert übersteigt, liegt ein sogenanntes chronisches Kompartmentsyndrom vor. Dies tritt häufig am Unterschenkel auf.

Typische Symptome sind:

  • Muskelverhärtung («Muskel macht zu», wird hart…)
  • Schmerzen welche mit der Belastung stark zunehmen und bei Belastungsstop relativ schnell verschwinden
  • Gelegentlich auch Kribbeln in den Füssen, Kältegefühl…

Beim Verdacht auf das Vorliegen eines Kompartmentsyndroms ist zur Diagnosesicherung eine Druckmessung im betroffenen Kompartiment (sog. Loge) nötig. Hierbei wird unter Lokalanästhesie eine Drucksonde in die Muskulatur eingebracht. Dies ist nicht schmerzhaft. Dann wird unter Belastung (laufband, Fahrradergometer…) der Druck in den Muskeln gemessen. Wenn die Werte nachweislich zu hoch sind, liegt ein sogenannten chronisches Kompartmentsyndrom vor. Dies ist operativ behandelbar.