Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Ein komplexes Zusammenspiel von Gelenken, Bändern und Muskeln ist notwendig, um eine schmerzfreie und vollständige Mobilität des Schultergürtels zu ermöglichen.
Wir decken das gesamte Spektrum der Schulterchirurgie sowie der konservativen Therapie der Schulter ab.
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Nach einer Schulteroperation tragen Sie in der Crossklinik Basel in der Regel 6 Wochen eine Armschlinge (Abduktionskissen oder einfache Schlinge). Die genaue Dauer hängt vom Eingriff ab: Nach einer Rotatorenmanschettennaht oder Schulterinstabilitäts-Operation beträgt die Schlinge-Tragezeit typischerweise 6 Wochen, da die Sehnennaht Zeit benötigt, um zu heilen und belastbar zu werden. In dieser Phase darf der Arm zwar bewegt, aber nicht aktiv eingesetzt werden. Physiotherapie beginnt meist schon in den ersten Wochen nach der Operation – mit passiven Übungen, die wir individuell abstimmen.
Der Wiedereinstieg in den Sport erfolgt schrittweise. Nach einer Rotatorenmanschettennaht oder Stabilisierungsoperation der Schulter können Sie in der Crossklinik Basel nach etwa 8 Wochen mit dem Joggen oder leichtem Cardiotraining beginnen. Krafttraining und sportartspezifisches Training starten frühestens nach 12 Wochen. Überkopfsportarten (Tennis, Volleyball, Schwimmen) sind in der Regel nach 4–6 Monaten wieder möglich. Die genauen Freigaben werden individuell nach Ihrem Rehabilitationsfortschritt und dem klinischen Befund erteilt, denn jede Schulter und jede Operation ist anders.
Nein – Sehnen der Rotatorenmanschette heilen bei Rissbildungen nicht von alleine. Die Rotatorenmanschette verbindet sich über breitflächige Sehnen mit dem Oberarmkopf. Wenn diese Sehnen reissen, zieht sich das Sehnengewebe zurück; ohne operative Naht vergrössert sich der Riss häufig weiter und die Muskulatur verfettet zunehmend. Das macht spätere Operationen deutlich schwieriger. In der Crossklinik Basel empfehlen wir daher bei geeigneten Patientinnen und Patienten eine zeitnahe arthroskopische Sehnennaht, besonders bei jüngeren, sportlich aktiven Menschen oder bei akuten Rupturen.
Die meisten Schulteroperationen werden in der Crossklinik Basel stationär durchgeführt. Sie verbringen in der Regel 2 Tage im Spital, danach erfolgt die Weiterbehandlung ambulant mit Physiotherapie und regelmässigen Nachkontrollen. Kleinere Eingriffe wie eine Schulterarthroskopie zur Diagnostik oder die Behandlung einer Kalkschulter können in manchen Fällen auch ambulant durchgeführt werden. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen in der präoperativen Besprechung.
Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die den Oberarmkopf in der Schulter stabilisieren und gezielte Armbewegungen ermöglichen. Bei einer Ruptur (Einriss oder vollständiger Riss) ist meist die Supraspinatussehne betroffen. Typische Ursachen sind altersbedingte Degeneration, Stürze auf den ausgestreckten Arm oder Überlastung. In der Crossklinik Basel sichern wir die Diagnose mit Ultraschall und MRT. Die Behandlung reicht von gezielter Physiotherapie und Infiltrationstherapie (bei partiellen Rupturen) bis zur arthroskopischen Sehnennaht (bei vollständigen Rissen).
Bei der Schulterinstabilität verrenklt sich das Schultergelenk – entweder vollständig (Luxation) oder partiell (Subluxation). Häufig ist die vordere Instabilität nach einem Sturz oder Sportrauma. Wichtig: Schon nach einer einzigen Ausrenkung kann die Schulter immer wieder ausrenken, da die Kapsel-Band-Strukturen gedehnt oder gerissen sind. In der Crossklinik Basel bieten wir je nach Häufigkeit, Sportaktivität und Befund konservative Physiotherapie oder eine arthroskopische Stabilisierungsoperation an (Latarjet-Verfahren oder Bankart-Repair). Gerade bei jungen, sportlich aktiven Menschen empfehlen wir häufig eine frühzeitige operative Stabilisierung.
Bei der Kalkschulter (Tendinitis calcarea) lagern sich Kalkablagerungen in den Rotatorenmanschetten-Sehnen ab – was zu plötzlichen, oft sehr starken Schmerzen führt. Betroffen sind häufig Menschen zwischen 30 und 60 Jahren. In der Crossklinik Basel stehen mehrere Behandlungsoptionen zur Verfügung: Ultraschallgesteuerte Nadelpunktion der Kalkdepots (Barbotage), Stosswellentherapie oder bei persistierenden Beschwerden die arthroskopische Entfernung der Kalkdepots. Die meisten Patientinnen und Patienten werden durch konservative oder minimalinvasive Massnahmen dauerhaft beschwerdefrei.
Beim Schulterimpingement werden die Sehnen der Rotatorenmanschette beim Heben des Arms zwischen dem Schulterblatt und dem Oberarmkopf eingeklemmt. Das führt zu Schmerzen beim Abspreizen des Arms – besonders im mittleren Bewegungsbereich (sogenannter ’schmerzhafter Bogen‘). Ursachen sind häufig Fehlhaltungen, knöcherne Engstellen oder Schleimbeutelentzündungen. Die Behandlung in der Crossklinik Basel beginnt konservativ mit Physiotherapie und Infiltrationen. Wenn diese nicht ausreichen, kann arthroskopisch Platz geschaffen werden (subacrominale Dekompression).
Eine Schulterprothese ersetzt das verschlissene Schultergelenk und wird bei fortgeschrittener Schulterarthrose oder nach grossen Rotatorenmanschetten-Rissen eingesetzt, wenn konservative Massnahmen keine Linderung mehr bringen. Es gibt verschiedene Prothesentypen: anatomische Prothesen und inverse Prothesen. In der Crossklinik Basel wählen wir das System individuell nach Befund, Alter und Aktivitätsniveau. Die Erholung nach einer Schulterprothese dauert etwa 3–6 Monate bis zur vollen Funktionsfähigkeit. Viele Patientinnen und Patienten erreichen danach eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Der Tennisellbogen (Epicondylitis humeri radialis) ist eine schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze am äusseren Ellenbogen. Trotz des Namens trifft er nicht nur Tennisspieler – sondern alle, die durch einseitige Arm- und Handgelenksbewegungen (z.B. Mausarbeit) belastet sind. In der Crossklinik Basel setzen wir auf eine gestufte Therapie: Physiotherapie, Stosswellentherapie, ultraschallgesteuerte Infiltrationen oder bei therapieresistenten Fällen eine operative Behandlung (arthroskopisch oder offen). Mit der richtigen Behandlung werden die meisten Betroffenen innerhalb von 3–6 Monaten dauerhaft beschwerdefrei.
Ob und wann Sie nach einer Schulteroperation wieder Überkopfarbeiten durchführen können, hängt vom Eingriff, Ihrem Beruf und Ihrem Rehabilitationsfortschritt ab. In der Regel ist leichte Überkopfarbeit nach 3–4 Monaten wieder möglich, schwere körperliche Arbeit über Schulterniveau nach 6 Monaten. Für Berufsgruppen mit spezifischen Anforderungen (z.B. Handwerker, Sportler) erstellen wir in der Crossklinik Basel einen individuellen Stufenplan für die Rückkehr zur vollen Arbeitsfähigkeit – in Abstimmung mit Physiotherapie und Arbeitsmedizin.