Die normale Funktion eines Kniegelenks ist wesentlich von seiner Stabilität, seiner Gelenkachse, vom Zustand des Gelenkknorpels und der Menisken abhängig. Bei Beeinträchtigung einer oder mehrerer dieser Faktoren ist eine raschere Degeneration und Entwicklung einer Kniegelenksarthrose neben Einschränkungen des alltäglichen Lebens als auch der sportlichen Aktivität zu erwarten. Teilweise können Fehlfunktionen durch eine gut trainierte Muskulatur kompensiert werden oder auch den Beschwerdeverlauf im Rahmen degenerativer Gelenkveränderungen verzögern. Grundsätzlich ist die Art und das Ausmass der Schädigung zu bestimmen, um hierauf basierend ein Therapiekonzept zu erstellen.
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Bei vorliegender, relevanter Instabilität, welche muskulär nicht kompensierbar ist, muss eine operative Behandlungsstrategie diskutiert werden.
Im Falle von Knorpelveränderungen oder einer (beginnenden) Gonarthrose können neben systemischen Behandlungen auch Injektionen in das Gelenk den weiteren Degenerationsprozess verzögern helfen.
Prinzipiell sollen gelenkerhaltende Behandlungsoptionen gegenüber dem Gelenkersatz favorisiert werden. In der gelenkerhaltenden Behandlung kommen arthroskopische oder offene, achsenkorrigierende Operationstechniken zum Einsatz.
Bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose besteht die Indikation zum teil- oder totalprothetischen Gelenkersatz. Beide Techniken werden in der crossklinik angeboten, neben konventionellen Implantationstechniken bieten wir auch ein navigiertes, computerunterstütztes Operationsverfahren an.
Ja – Knieoperationen, auch kleinere arthroskopische Eingriffe, erfordern eine Anästhesie. In der Crossklinik Basel bieten wir je nach Eingriff und Gesundheitszustand eine Allgemeinanästhesie (kurze Schlafnarkose mit Propofol) oder eine Spinalanästhesie (regional, Unterkörper) an. Für ambulante Eingriffe setzen wir bevorzugt die kurze Schlafnarkose ein, bei der Sie rasch wieder ansprechbar sind. Welche Narkoseform für Sie geeignet ist, klärt unser Narkoseteam im ausführlichen Vorabgespräch.
Das hängt vom Eingriff ab. Nach einer einfachen diagnostischen Arthroskopie können viele Patientinnen und Patienten direkt nach dem Eingriff wieder voll belasten. Bei grösseren Eingriffen – wie einer Meniskusnaht, Kreuzbandrekonstruktion oder Knieprothese – empfehlen wir Gehstöcke für 4–6 Wochen mit gestufter Belastungssteigerung. In der Crossklinik Basel klären wir genau, was auf Sie zukommt, in der ausführlichen OP-Besprechung vor dem Eingriff – damit Sie sich zu Hause gut vorbereiten können.
Bei praktisch jedem Kniegelenkseingriff empfehlen wir die begleitende Physiotherapie – und stellen Ihnen dafür eine Verordnung aus. Physiotherapie ist kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Teil der Behandlung: Sie schützt vor Muskelschwund, stellt die Beweglichkeit wieder her und reduziert das Rückfallrisiko erheblich. Sinnvoll ist es auch, bereits vor einer geplanten Operation mit Physiotherapie zu beginnen (‚Prähabilitation‘). Die Dauer der Physiotherapie richtet sich nach dem Eingriff, Ihrer Vorschädigung und Ihrem persönlichen Fortschritt.
Der Arbeitsausfall ist stark abhängig von der Art des Eingriffs und Ihrer beruflichen Tätigkeit. Nach einer einfachen ambulanten Arthroskopie rechnen wir mit mindestens 1 Woche Arbeitsausfall, auch bei Bürotätigkeit – durch Schwellung, Schmerzen und eingeschränkte Mobilität. Bei einem körperlich belastenden Beruf kann der Ausfall nach einer Arthroskopie 6–8 Wochen betragen. Bei grösseren Eingriffen wie Kreuzbandrekonstruktion oder Knieprothesen-Implantation planen wir 3–6 Monate Erholungszeit ein. Diese Schätzungen besprechen wir individuell in der Crossklinik Basel.
Autofahren ist nach einer Knieoperation erst dann wieder erlaubt, wenn Sie sicher ohne Gehstöcke gehen können, vollständig schmerzfrei sind und in Gefahrensituationen sofort und kräftig bremsen können. Besonders bei einer Verletzung oder Operation des rechten Knies gilt: Kein Autofahren, solange der Fuss nicht vollständig belastbar ist. Bei linkem Knie und Automatikgetriebe kann die Rückkehr früher möglich sein – entscheiden Sie das bitte nicht allein, sondern besprechen Sie es in der Nachkontrolle in der Crossklinik Basel.
Vor kleineren, ambulanten Knieeingriffen ist in der Regel kein Hausarztbesuch nötig. Bei grösseren Operationen – wie Knieprothese, Kreuzbandrekonstruktion oder bei bekannten Begleiterkrankungen (Herzerkrankungen, Diabetes, Blutverdünner) – empfehlen wir vorab einen Check-up mit Blutentnahme und EKG beim Hausarzt. So können wir im Narkosegespräch in der Crossklinik Basel optimal auf Ihre individuelle Situation eingehen und das Operationsrisiko minimieren.
Eine Knieprothese (Knie-TEP) ist angezeigt, wenn die Kniearthrose so weit fortgeschritten ist, dass Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Fehlstellung den Alltag dauerhaft beeinträchtigen – und konservative Massnahmen wie Physiotherapie, Infiltrationen oder Medikamente keine ausreichende Linderung mehr bringen. Typische Zeichen: Schmerzen beim Gehen und Treppensteigen, nächtliche Schmerzen, deutliche Beinfehlstellung. In der Crossklinik Basel entscheiden wir die Indikation nie allein anhand des Röntgenbildes, sondern immer im Kontext Ihrer Beschwerden, Ihres Alters und Ihrer Ziele.
Der Meniskus ist eine halbmondförmige Knorpelscheibe im Kniegelenk, die als Stossdämpfer und Stabilisator dient. Meniskusrisse entstehen durch akute Traumata (Sportverletzungen) oder altersbedingte Degeneration. Typische Symptome: Gelenkschmerzen, Schwellung und Blockierungsgefühl. In der Crossklinik Basel behandeln wir je nach Rissgrösse, -lage und Alter: Konservativ mit Physiotherapie, arthroskopisch mit Meniskusglättung oder – wenn möglich und biologisch sinnvoll – mit einer Meniskusnaht zur Erhaltung des Meniskus. Die Meniskusnaht dauert 6–12 Wochen Entlastung, bietet aber den Vorteil eines langfristig besser geschützten Kniegelenks.
Das vordere Kreuzband (VKB) ist eines der wichtigsten Stabilisatoren des Knies. Eine Kreuzband-Ruptur entsteht meist durch abrupte Drehbewegungen, Überstrecken oder direkten Stoss – häufig beim Skifahren oder in Mannschaftssportarten. Symptome: lautes Knacken, sofortige Schwellung, Instabilitätsgefühl. Das gerissene Kreuzband heilt nicht von alleine. In der Crossklinik Basel empfehlen wir bei sportlich aktiven Patientinnen und Patienten eine arthroskopische Rekonstruktion – meist mit einem Sehnentransplantat aus dem Knie selbst. Die Rehabilitation dauert 6–9 Monate bis zur Sporttauglichkeit.
Die Rehabilitation nach einer VKB-Rekonstruktion in der Crossklinik Basel dauert in der Regel 6–9 Monate bis zur vollständigen Sporttauglichkeit. In den ersten 6 Wochen stehen Schmerzkontrolle, Schwellungsreduktion und frühe Mobilisation im Vordergrund. Von Woche 6–12 folgt der Kraftaufbau und die Koordinationsschulung. Ab Monat 4 beginnt das sportartspezifische Training. Vollständige Belastbarkeit für Kontaktsport und Drehandmanöver ist frühestens nach 9 Monaten realistisch. Wir begleiten diesen Prozess in der Crossklinik Basel mit regelmässigen Kontrollen und passen den Plan laufend an.
Knorpelschäden im Knie entstehen durch Verschleiss, Verletzungen oder als Begleitbefund bei anderen Knieverletzungen. Da Knorpel keine eigene Blutversorgung hat, heilt er nur sehr begrenzt von alleine. In der Crossklinik Basel behandeln wir je nach Schweregrad und Lage des Schadens: Arthroskopische Glättung bei kleinen, oberflächlichen Defekten; Mikrofrakturierung zur Stimulation von Faserknorpel; oder bei grossen Defekten eine Knorpelzelltransplantation (MACI). Die Wahl der Methode besprechen wir individuell nach MRT-Befund und klinischer Untersuchung in der Crossklinik Basel.
Ja – die gesamte postoperative Nachsorge erfolgt in der Crossklinik Basel. Das umfasst die Wundkontrolle und Fadenentfernung (in der Regel 10–14 Tage nach dem Eingriff), Röntgenkontrollen nach Implantaten und regelmässige Besprechungen des Heilungsverlaufs. Die Kontrollen werden bei uns durch den Operateur oder das zugehörige Facharzt-Team durchgeführt – so bleibt Ihre medizinische Geschichte bekannt und Sie beginnen bei jeder Kontrolle nicht bei null. Ihr Hausarzt wird selbstverständlich über den Behandlungsverlauf informiert.