SCHWERPUNKTE
NOSE-TO-KNEE: Nasenknorpel zur Behandlung von Kniescheibenarthrose – Studien an der crossklinik Basel
Die crossklinik in Basel ist eine von weltweit fünf Kliniken, die das Nose-to-Knee-Verfahren zur Knorpelzelltransplantation durchführen dürfen. Dabei werden körpereigene Knorpelzellen aus der Nase genutzt, um geschädigten Knorpel an der Kniescheibe wieder aufzubauen.
Was ist Kniescheibenarthrose?
Die Kniescheibenarthrose (Retropatellararthrose) ist eine häufige Erkrankung, die jüngere wie ältere Menschen betrifft. Dabei nutzt sich der Knorpel ab, der die Rückseite der Kniescheibe und ihre Gleitfläche am Oberschenkelknochen bedeckt. Für Betroffene ist das oft sehr schmerzhaft, zum Beispiel beim Treppensteigen, in der Hocke oder nach längerem Sitzen. Häufig wird deshalb ein künstlicher Teilersatz des Kniegelenks nötig.
Warum Nasenknorpel?
Ein Medikament, das den Knorpel zuverlässig wieder aufbaut, gibt es bis heute nicht. Vielversprechende Ergebnisse zeigt jedoch ein anderer Ansatz: Aus der Nasenscheidewand wird eine kleine Menge Knorpel entnommen. Die Zellen wachsen rund vier Wochen in einem Nährmedium heran und werden anschließend in das Kniegelenk transplantiert. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich so neues Knorpelgewebe bilden und die Schmerzen nachlassen können.
Internationale Studien mit Beteiligung der crossklinik Basel
Die crossklinik nimmt derzeit an zwei internationalen, randomisierten Studien teil, die die Wirksamkeit des Nose-to-Knee-Verfahrens wissenschaftlich prüfen:
- ENCANTO – encanto.health/encanto
- PFOA II – [Link folgt]
Teilnahme an den Studien
Sie leiden an Kniescheibenarthrose und interessieren sich für eine Studienteilnahme? Dann wenden Sie sich direkt an Prof. Dr. Marcel Jakob: marcel.jakob@crossklinik.ch